<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>BauchvollGeschichten</title>
	<atom:link href="https://bauchvollgeschichten.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://bauchvollgeschichten.de</link>
	<description>Themen zum Umgang mit schweren chronischen Bauch-Erkrankungen</description>
	<lastBuildDate>Thu, 02 Jul 2026 18:25:20 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.2</generator>

<image>
	<url>https://bauchvollgeschichten.de/wp-content/uploads/2025/11/cropped-Bauch-voll-Geschichten_Logo-32x32.png</url>
	<title>BauchvollGeschichten</title>
	<link>https://bauchvollgeschichten.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Update der letzten Monate</title>
		<link>https://bauchvollgeschichten.de/statusupdate/</link>
					<comments>https://bauchvollgeschichten.de/statusupdate/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[bauchvollgeschichten.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jul 2026 16:49:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Updates aus dem Alltag]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://bauchvollgeschichten.de/?p=4579</guid>

					<description><![CDATA[Hey zusammen! In den letzten Monaten war ich wenig online und habe den Blog etwas schleifen lassen. Ich möchte in Zukunft wieder verstärkt von meinem Alltag und meinen Gedanken mit euch teilen. Auch wenn hier wenig los war, ist in letzter Zeit einiges bei mir passiert. Ich möchte euch mitnehmen und zeigen, was sich bei [&#8230;]<p>Mehr lesen unter <a href="https://bauchvollgeschichten.de/statusupdate/">BauchvollGeschichten</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="4579" class="elementor elementor-4579">
				<div class="elementor-element elementor-element-9e54fbd e-flex e-con-boxed e-con e-parent" data-id="9e54fbd" data-element_type="container" data-e-type="container">
					<div class="e-con-inner">
		<div class="elementor-element elementor-element-20fc376 e-con-full e-flex e-con e-child" data-id="20fc376" data-element_type="container" data-e-type="container">
				<div class="elementor-element elementor-element-6b14dfe elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="6b14dfe" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
									<p>Hey zusammen! In den letzten Monaten war ich wenig online und habe den Blog etwas schleifen lassen. Ich möchte in Zukunft wieder verstärkt von meinem Alltag und meinen Gedanken mit euch teilen. Auch wenn hier wenig los war, ist in letzter Zeit einiges bei mir passiert. Ich möchte euch mitnehmen und zeigen, was sich bei mir getan hat, welche Routinen ich für mich entwickelt habe, wie ich mich gesundheitlich fühle und was ich in nächster Zeit so vorhabe. Viel Spaß beim Lesen!</p>								</div>
				</div>
				</div>
		<div class="elementor-element elementor-element-258a82a e-con-full e-flex e-con e-child" data-id="258a82a" data-element_type="container" data-e-type="container">
				<div class="elementor-element elementor-element-8125f24 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="8125f24" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
									<p><strong>Food things first / Ernährung</strong></p>
<p>Ende Januar habe ich mit euch geteilt, was ich wieder alles essen konnte und an welchen Lebensmitteln ich mich noch versuchen wollte. Als ich den Beitrag vor ein paar Tagen nochmal kurz überflog, ist mir aufgefallen, wie viel sich mein gefühlter Zustand eigentlich schon verbessert hat.&nbsp;</p><p><br></p><p>Es ist wirklich krass, was für ein Gewohnheitstier der Mensch ist und wie schnell er sich an die unmittelbaren Gegebenheiten anpasst. Vor etwas mehr als einem halben Jahr war ich glücklich, dass ich Shakes und hochkalorische Trinknahrung zu mir nehmen konnte. Einige Wochen später freute ich mich über Milchreis, Kartoffelbrei etc. Ende Januar habe ich, in meinen Augen, schon wieder vielfältig essen können (s. Meine Ernährungsumstellung). Und heute, Anfang Juli, fühlt es sich an, als müsste ich auf kaum etwas verzichten. Ich esse zwar nach wie vor keine Hülsenfrüchte, nehme keine/kaum Kohlensäure zu mir, trinke (selbstverständlich) keinen Alkohol und es gibt nach wie vor eine kleine Menge von Lebensmitteln, die ich nicht so gut vertrage. Dennoch fühlt es sich 0,0% nach Verzicht an. Gelegentlich fehlt es mir mal ein, zwei Bier auf Partys zu trinken, gerade in Bezug auf Geselligkeit und das ausgelassene Feiern. Da für mich aber die kurzfristige Bedürfnisbefriedigung nach Ausgelassenheit nicht im Ansatz das aufwiegt, was ich mir an Gesundheit erhalte, fällt es mir nicht schwer den Alkohol wegzulassen. Insbesondere, weil ich bis zum 19. Lebensjahr sowieso gar keinen getrunken habe.&nbsp;</p><p><br></p><p>Aktuell bin ich von Dankbarkeit erfüllt, dass ich die Vielfalt von Gerichten, Geschmacksrichtungen und Gewürzen mit all meinen Sinnen erleben und genießen kann.&nbsp;<span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Ein wunderschönes Gefühl, das mich durch meinen Alltag trägt und meinem Leben wieder eine enorme Qualität schenkt.</span></p>								</div>
				</div>
				</div>
		<div class="elementor-element elementor-element-ce92492 e-con-full e-flex e-con e-child" data-id="ce92492" data-element_type="container" data-e-type="container">
				<div class="elementor-element elementor-element-c88606e elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="c88606e" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
									<p><strong>Gute Routinen in Bewegung und Sport</strong></p><p>In den letzten Monaten habe ich viel an Kraft zurückgewonnen. Sowohl an Stärke, als auch von Ausdauer und Flexibilität. Ganz besonders hilft mir dabei mein wöchentlicher Yoga-Kurs, den eine Freundin leitet. Es ist wirklich enorm, wie viele positive Effekte ich durch Yoga an mir selbst feststellen kann. Durch Yoga spüre ich meinen Körper besser und kann achtsamer auf mich hören. Zudem befreit es mich aus Gedankenschleifen und Grübeleien und hilft mir, mehr <em>im Jetzt zu sein</em> – es fühlt sich wirklich so an, als hätte ich einen befreiten Geist. Auch meine Atmung ist bewusster geworden. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich sie wie ein Werkzeug einsetzen kann, wenn mich Herausforderungen im Alltag und der damit einhergehende Stress überfordern. Yoga hilft mir dabei, mein Körpergefühl zu stärken und mich besser zu spüren. Negative Gedanken und Grübeleien treten nach so einer Stunde in den Hintergrund und meine Selbstwahrnehmung nimmt deutlich zu. Genau das Richtige für mich. Yoga ist für mich ein zentrales Element, das mir in den vergangenen Monaten auf seelischer, psychischer und physischer Ebene sehr geholfen hat.</p><p> </p><p>Zudem mache ich zweimal die Woche entspannte, kleine Home-Workouts. Mal mit Eigengewicht, hin und wieder mit leichteren Hanteln. Die Home-Workouts nutze ich primär zum Muskelerhalt und -aufbau. Das mache ich hauptsächlich, da eine höhere Muskelmasse mit einem besseren Verlauf, sowohl vor als auch nach einer möglichen Transplantation, korrelieren soll. Zum Muskeltraining muss ich mich zwar gelegentlich echt aufraffen, aber für das gute Gefühl danach und die mittel- und langfristige Perspektive mache ich das gerne.</p><p> </p><p>Außerdem setze ich mir in meinem Alltag mittlerweile kleine, selbstgesteckte Aufgaben, wie z. B. Treppen nehmen, anstatt den Fahrstuhl zu nutzen oder kleine Strecken mit dem Fahrrad zu fahren, anstatt mit dem Bus. Alles peu à peu und in kleinen Schritten, aber stetig vorwärts.</p>								</div>
				</div>
		<div class="elementor-element elementor-element-e14e285 e-con-full e-flex e-con e-child" data-id="e14e285" data-element_type="container" data-e-type="container">
				<div class="elementor-element elementor-element-58e1209 elementor-widget elementor-widget-image" data-id="58e1209" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="image.default">
				<div class="elementor-widget-container">
															<img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="643" src="https://bauchvollgeschichten.de/wp-content/uploads/2026/07/g4715d76664c641beb28f1cf85d00f19df5825af6967190a58dec7fbdfddff388eea213b959e2eb5be17c9ebc582e6ae8a17958119bf27e6331de2028414caf32_1280-3426151-1024x643.jpg" class="attachment-large size-large wp-image-4590" alt="yoga, pose, exercise, woman, female, fitness, lifestyle, person, meditation, girl, wellness, yoga pose, balance, silhouette, sunset, nature, natural, harmony, people, healthy, brown fitness, brown yoga, brown meditation, brown exercise, brown sunset, brown healthy, brown balance, brown workout, brown wellness, brown natural, yoga, yoga, yoga, yoga, yoga, meditation, yoga pose, yoga pose, yoga pose, balance" srcset="https://bauchvollgeschichten.de/wp-content/uploads/2026/07/g4715d76664c641beb28f1cf85d00f19df5825af6967190a58dec7fbdfddff388eea213b959e2eb5be17c9ebc582e6ae8a17958119bf27e6331de2028414caf32_1280-3426151-1024x643.jpg 1024w, https://bauchvollgeschichten.de/wp-content/uploads/2026/07/g4715d76664c641beb28f1cf85d00f19df5825af6967190a58dec7fbdfddff388eea213b959e2eb5be17c9ebc582e6ae8a17958119bf27e6331de2028414caf32_1280-3426151-300x188.jpg 300w, https://bauchvollgeschichten.de/wp-content/uploads/2026/07/g4715d76664c641beb28f1cf85d00f19df5825af6967190a58dec7fbdfddff388eea213b959e2eb5be17c9ebc582e6ae8a17958119bf27e6331de2028414caf32_1280-3426151-768x482.jpg 768w, https://bauchvollgeschichten.de/wp-content/uploads/2026/07/g4715d76664c641beb28f1cf85d00f19df5825af6967190a58dec7fbdfddff388eea213b959e2eb5be17c9ebc582e6ae8a17958119bf27e6331de2028414caf32_1280-3426151.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px"  title="Update der letzten Monate" />															</div>
				</div>
				</div>
				</div>
		<div class="elementor-element elementor-element-6545de8 e-con-full e-flex e-con e-child" data-id="6545de8" data-element_type="container" data-e-type="container">
				<div class="elementor-element elementor-element-671c8f5 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="671c8f5" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
									<p><strong>Szenenwechsel / Arbeit</strong></p><p>Mit Abbruch meines Master-Studiums, aufgrund meiner Erkrankung, habe ich, mehr oder weniger freiwillig, meinen Job gewechselt. Vorher habe ich in einem eingetragenen Verein gearbeitet, der im Bereich der Suchtprävention und Suchthilfe tätig ist. Thematisch hat mir der Job viel Spaß gemacht. Ich hatte das Privileg, von den wunderbaren Kolleg:innen vor Ort viel lernen zu dürfen und hatte eigene Projekte, an denen ich gearbeitet habe. Auch wenn mir der Job viel Freude gemacht hat, gab es für mich immer einen großen Aspekt der mir weniger gut gefiel – die Arbeit am Schreibtisch. Auch wenn ich körperlich nicht so fit bin, habe ich für mich entschieden, dass ich in einem neuen Job auch ein „Draußen“ haben möchte und nicht an einen Schreibtisch gebunden bin.</p><p> </p><p>Nachdem es für mich in diesem Job aus verschiedenen Gründen nicht weiterging, habe ich für eine kurze Zeit gar nicht gearbeitet. Was sich für viele im ersten Moment vielleicht gut anhören mag, stellte sich für mich als schrecklich heraus. Alle um mich herum machten gerade eine Ausbildung, studierten, arbeiteten usw. usf. „Nur ich nicht“, dachte ich. Zu Hause fiel mir die Decke auf den Kopf und ich brauchte eine erfüllende, sinnstiftende Tätigkeit.</p><p> </p><p>Da ich mein Studium eigentlich aus der Motivation heraus gestartet hatte, im Kinder- und Jugendbereich zu arbeiten, schaute ich mich in diesem Berufsfeld um. Ich fand nach Tagen des Suchens eine Teilzeitstelle in einer Nachmittagsbetreuung (für Grundschüler:innen). Im März unterschrieb ich dort einen Vertrag und arbeite seitdem dort.</p><p> </p><p>Für mich ist es ein echter Segen dort in Teilzeit arbeiten zu können, da ich so das Gefühl habe jeden Tag zur Arbeit gehen zu können und mich selbstwirksam zu fühlen, dabei aber gleichzeitig genügend Zeit für Freunde, Familie, meine Frau, mich und meinen Körper zu haben. Eine Vollzeittätigkeit wäre für mich nicht denkbar geschweige denn möglich. Aber keinen Job zu haben, käme für mich auch nicht infrage. Nun genieße ich die Arbeit mit den Kindern. Ich habe dort wirklich das Gefühl gebraucht zu werden und sehe einen wohltuenden Sinn in meiner täglichen Arbeit.</p><p> </p><p>Mich erfreut jeden Tag der Gedanke, dass ich meine Werte, Überzeugungen und meine Sicht auf die Welt <em>weitergeben</em> kann. Zudem begeistert mich die Neugier und Ehrlichkeit der Kinder sowie das Funkeln in deren Augen, wenn man ihnen offen und herzlich begegnet oder ihnen Dinge erklären oder beibringen kann. Am schönsten ist für mich allerdings, dass ich durch diese Arbeit gefühlt 100x mehr am Tag am Lachen bin. Ich feiere einfach diese schonungslos ehrliche und direkte Art von vielen der Kinder. Zudem habe ich viele neue tolle Kolleg:innen, die mich auch häufig zum Lachen bringen und meinen Arbeitsalltag sehr bereichern. Ich bin gerne dort und fühle mich gut damit, dass ich eine neue, passende Stelle gefunden habe, die gerade sehr gut zu meiner Lebenssituation passt.</p>								</div>
				</div>
				</div>
		<div class="elementor-element elementor-element-78096cf e-con-full e-flex e-con e-child" data-id="78096cf" data-element_type="container" data-e-type="container">
				<div class="elementor-element elementor-element-4a6aba4 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="4a6aba4" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
									<p><strong>Soziale Unterstützung durch Freunde und Familie</strong></p><p>Ich genieße es sehr, dass ich bedeutungsvolle Menschen um mich herum habe. Allen voran meine Frau und meine Familie, ohne die ich die letzten Monate niemals durchgehalten hätte. Feiern und Feste, Geburtstage, Feiertage oder sonstige Events an denen wir zusammenkommen, haben, obwohl ich mich schon immer als Familienmensch bezeichnen würde, eine tiefere Bedeutsamkeit gewonnen. Es tut mir sehr gut, wenn ich bei und mit ihnen bin, weil sie mir Halt, Kraft und Verständnis geben und meine Gefühle und Empfindungen auf eine ganz besondere Art und Weise verstehen. Meine Familie ist für mich ein sicherer Hafen, wo ich mich mitteilen kann und verstanden werde. Die Verbundenheit zu ihnen bedeutet mir alles. Ich bin dankbar, dass ich sie habe und nicht nur in jüngster Vergangenheit, sondern schon seit jeher, volle Unterstützung und Liebe erfahre. Danke euch allen!</p><p> </p><p>Ebenso geht es mir mit meinen Freunden und Freundinnen. In deren Beisein kann ich mich fallen lassen und die schönen Momente des Lebens genießen. Viele begleiten mich schon sehr lange. Jedes Mal freue ich mich auf gemeinsame Zeit, die wir miteinander verbringen. Die von Wertschätzung geprägte Kommunikation und die Interaktionen aus denen ich viel Aufrichtigkeit, Liebe, Wohlwollen und Empathie wahrnehme. Ich schätze es sehr, dass ihr alle da seid und es bedeutet mir viel, dass ich in eurem Beisein die Zeit, mich und alles drum herum auf eine positive Art und Weise vergessen kann. Fühlt euch gedrückt!</p>								</div>
				</div>
				</div>
		<div class="elementor-element elementor-element-9aae41f e-con-full e-flex e-con e-child" data-id="9aae41f" data-element_type="container" data-e-type="container">
				<div class="elementor-element elementor-element-fb212a6 elementor-widget elementor-widget-image" data-id="fb212a6" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="image.default">
				<div class="elementor-widget-container">
															<img decoding="async" width="1024" height="628" src="https://bauchvollgeschichten.de/wp-content/uploads/2026/07/g19f37e42a665b882f241dac8b8d7017625026d0d046d26d2eaaf5034842613bc75a6a9a9c7554206ae9847fd81b6e2c929a4a5c6a766d4553aaf9741fdc3ce04_1280-1807524-1024x628.jpg" class="attachment-large size-large wp-image-4592" alt="sunset, men, silhouettes, helping, helping hand, adventure, height, climbing, mountain, peak, summit, help, teamwork, support, assistance, boys, challenge, cliff, climb, companion, friend, friendship, hands, hikers, nature, outdoors, partner, rescue, strong, success, sunrise, young, helping, helping hand, mountain, help, help, help, help, teamwork, support, support, friend, friendship, nature, success, success, success, success, success" srcset="https://bauchvollgeschichten.de/wp-content/uploads/2026/07/g19f37e42a665b882f241dac8b8d7017625026d0d046d26d2eaaf5034842613bc75a6a9a9c7554206ae9847fd81b6e2c929a4a5c6a766d4553aaf9741fdc3ce04_1280-1807524-1024x628.jpg 1024w, https://bauchvollgeschichten.de/wp-content/uploads/2026/07/g19f37e42a665b882f241dac8b8d7017625026d0d046d26d2eaaf5034842613bc75a6a9a9c7554206ae9847fd81b6e2c929a4a5c6a766d4553aaf9741fdc3ce04_1280-1807524-300x184.jpg 300w, https://bauchvollgeschichten.de/wp-content/uploads/2026/07/g19f37e42a665b882f241dac8b8d7017625026d0d046d26d2eaaf5034842613bc75a6a9a9c7554206ae9847fd81b6e2c929a4a5c6a766d4553aaf9741fdc3ce04_1280-1807524-768x471.jpg 768w, https://bauchvollgeschichten.de/wp-content/uploads/2026/07/g19f37e42a665b882f241dac8b8d7017625026d0d046d26d2eaaf5034842613bc75a6a9a9c7554206ae9847fd81b6e2c929a4a5c6a766d4553aaf9741fdc3ce04_1280-1807524.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px"  title="Update der letzten Monate" />															</div>
				</div>
				</div>
		<div class="elementor-element elementor-element-26e7e54 e-con-full e-flex e-con e-child" data-id="26e7e54" data-element_type="container" data-e-type="container">
				<div class="elementor-element elementor-element-6f58ac7 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="6f58ac7" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
									<p><strong>„go with the flow“ </strong></p>
<p>In den letzten Wochen und Monaten habe ich mich viel mit Themen zu dem <em>Umgang mit dem Tod </em>und<em> dem Sinn </em>des bzw. eher<em> meines Lebens</em> beschäftigt. Häufig sind es sehr existenzielle Themen, die mich beschäftigen. Immer wieder stolpere ich dabei über <em>die Zeit</em> und merke wie undefiniert der Begriff für mich eigentlich ist, obwohl man ja ständig über <em>die Zeit</em> spricht und unmittelbar von ihr betroffen ist. Da für mich die Zeit so an Bedeutung gewonnen hat, möchte ich gerne möglichst viel schöne Zeit erleben. Hier sind ein, zwei Überlegungen von mir, wie ich mir häufiger eine <em>gute Zeit</em> erlaube.</p><p><br></p>
<p>Es gibt die Momente, die jede:r von uns kennt, wo die Zeit gar nicht vergeht. Beim Warten auf den Bus, im Wartezimmer bei Ärzt:innen etc. Da kann es schon mal vorkommen, dass man die Sekunden zählt und sich wünscht irgendwie „vorspulen“ zu können. Solche Momente können sehr unangenehm sein, insbesondere dann, wenn man nicht weiß, wie man mit seiner Langeweile umgehen soll. Solche Zeitabschnitte nutze ich mittlerweile gerne, um zu tagträumen. Dabei entfalten sich manchmal kreative oder inspirierende Gedanken. Manchmal nutze ich solche Momente auch, um achtsam zu werden und mich durch meinen Atem ins <em>Hier und Jetzt</em> zu holen. Auch die gelegentlich sehr schönen Tagträume genieße ich sehr. Manchmal fühlt es sich dann ein bisschen wie „vorspulen“ an &#8211; nur halt mit Inhalt: Den Träumen, Vorstellungen und Imaginationen.</p>
<p>Dann gibt es noch die Zeitabschnitte, zu denen ich ein eher instrumentelles Verhältnis habe. Oft begegnen sie mir, wenn ich einen innerlichen „Countdown“ starte. Meistens sind dies relativ kurze Abschnitte (unter einer halben Stunde) und sind Momente in denen ich warte, bis ich mich auf den Weg zu etwas oder jemandem mache. In solchen Momenten beschäftige ich mich mit Kleinigkeiten, bis ich dann zur erforderlichen Uhrzeit losfahre. Das habe ich insbesondere morgens oder vor offiziellen, längeren Terminen und das verläuft bei mir häufig sehr routinisiert. Ich stelle mir dann meistens einen Timer, mache mir danach Musik an und laufe durch die Wohnung, räume Dinge auf, gieße meine Pflanzen oder bereite Dinge für danach vor. Dieser Art von Zeit stehe ich zwar meistens neutral gegenüber, kann mich aber häufig daran erfreuen in solchen kurzen Zeitfenstern etwas Produktives gemacht zu haben, was ich früher oder später eh erledigen musste.</p>
<p>Die schönste Zeit ist für mich die, die ich mit Freund:innen und Familie verbringe. Es sind meistens die Situationen, in denen ich mich unterhalte, Verbundenheit spüre oder in irgendeiner Form in einem Flow-Zustand bin. Hier vergeht die subjektiv erlebte Zeit wirklich absurd schnell. Es ist eigentlich immer die <em>gemeinsame Zeit</em>. Konzerte mit Freunden, zur Musik tanzen und alles um sich herum vergessen, anregende oder bedeutsame Unterhaltungen, Lachflashs aus denen man gar nicht mehr herauskommt, Gefühle von Liebe und Verbundenheit. All das sind Momente, in denen andere Menschen dabei waren und wo man sich immer fragt, wo die ganzen Stunden auf einmal hin sind, wenn sie enden.</p><p><br></p>
<p>Letzteres, die <em>gemeinsame Zeit</em>, möchte ich in meinem Leben priorisieren. Ich versuche seit einigen Wochen und Monaten, wieder verstärkt <em>meine Zeit</em> neu zu gewichten. Mit der Priorisierung meiner Zeit, merke ich auch eine Bedeutungsabnahme anderer als wichtig konnotierter Dinge, wie z.B. Geld, Erfolg, Ruhm, Karriere usw. Dinge, die vielen Menschen wichtig sind, und es ist auch okay, dass es vielen wichtig ist. Ich habe für mich persönlich jedoch festgestellt, als ich in meiner Zeit im Krankenhaus und danach meine Zeit Revue passieren gelassen habe, dass wenn ich auf die schönen Momente meines Lebens geblickt habe, nicht eines dieser Dinge aufgetaucht ist. Vielmehr war es die <em>gemeinsame Zeit</em> mit Freunden und Familie. Das ist, was mich glücklich und erfüllt gemacht hat. Und genau das möchte ich in meinem Leben und mit meiner Zeit mehr priorisieren.</p><p><br></p>
<p>Seitdem sich meine Ausrichtung auf die Zeit etwas verschoben hat und ich mit meiner neuen Arbeitsstelle ausreichend Geld verdiene, um meinen genügsamen Lebensstil zu finanzieren, bewerte ich Dinge wenig an ihrem materiellen Wert wie z.B. unser Auto. Das Geld, das das Auto gekostet hat, steht für mich in keiner Relation zu dem, was es mir an Zeit und Möglichkeiten eröffnet und schenkt. Ich habe mehr Zeit zur Verfügung durch einen kürzeren Arbeitsweg, kann nach der Arbeit viel einfacher und unabhängiger meine Familie besuchen und zu vielen schönen Events fahren, die mit dem ÖPNV gar nicht wirklich erreichbar wären. Ganz nebenbei macht mir das Autofahren auch Freude, und da ich gänzlich auf Alkohol verzichte, haben meine Familie, Freunde und ich einen Mehrwert davon.</p><p><br></p>
<p>So ähnlich geht es mir z.B. auch mit dem Essengehen (schöne Zeit und Genuss mit jemandem teilen) oder Konzerten (Musik offenbart ein anderes Zeiterleben) usw.&nbsp; Wenn ich mir überlege, Kulturangebote oder eine Gastronomie zu besuchen, dann sind meine erste Reaktion, dass ich zuerst an ein schönes Zeiterlebnis denke, als an den Preis zu sehen, der damit einhergeht. Ich habe meine Prioritäten ob bewusst oder unbewusst neu gesetzt. Und das genieße ich sehr. Ich habe das Gefühl, dass ich mir mehr Flexibilität und Freiheiten zugestehe als vorher.</p><p><br></p>
<p>Wichtig ist mir auch, dass ich weniger als vorher das Gefühl habe, gegen die Zeit anzuarbeiten oder diese als etwas zu beurteilen, „was einem irgendwie immer fehlt“. &nbsp;Es geht mir darum die gute Zeit, die ich noch erleben darf, als solche zu erkennen, sie wertzuschätzen und zu genießen.</p>								</div>
				</div>
				</div>
		<div class="elementor-element elementor-element-248ad0d e-con-full e-flex e-con e-child" data-id="248ad0d" data-element_type="container" data-e-type="container">
				<div class="elementor-element elementor-element-75d624b elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="75d624b" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
									<p><strong>Wohlfühlort Wohnung</strong></p><p>Natürlich verbringe ich auch viel Zeit zu Hause. Deshalb war es mir und meiner Frau wichtig unsere Wohnung nochmal etwas umzustellen und uns gemütlicher einzurichten. Ein paar alte Möbel kamen raus und ein paar neue fanden den Weg zu uns. Da mich weiße Wände häufig an Ärzte bzw. Krankenhäuser erinnern, war es die beste Entscheidung, dass wir etwas mehr (Wand-)Farbe in unser Wohnzimmer gelassen haben. Seitdem wächst unsere Wohnung peu à peu und schenkt uns immer mehr Gemütlichkeit und Wohlbefinden. Auch in meinem Zimmer gibt es Veränderungen. </p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Mein treues Schlafsofa – mein erstes eigenes Möbelstück, dasmich über 15 Jahre begleitet hat – musste nun seinen Platz räumen und steht jetzt bei einem Freund von mir. Das weiße Schlafsofa wurde vor Kurzem durch einen sehr bequemen, smaragdgrünen Lesesessel ersetzt. Nun habe ich eine kleine Wohlfühlecke in der ich lesen, schreiben und ruhen kann. Ich freue mich riesig darüber, da ich nun einen kleinen, gemütlichen Rückzugsort habe außerhalb meines Betts. Der Sessel steht direkt neben meinem Bücherregal und ist zum Fenster ausgerichtet, wo die Abendsonne hineinscheint. </span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;"> </span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Ich bin sehr stolz auf uns, wenn ich sehe, wie viel sich bei uns noch verändert hat und dass ich die schönen Momente und Alltagsfreuden in unserer bescheidenen Wohnung noch aktiv mitgestalten kann.</span></p>								</div>
				</div>
		<div class="elementor-element elementor-element-5dcec3e e-con-full e-flex e-con e-child" data-id="5dcec3e" data-element_type="container" data-e-type="container">
				<div class="elementor-element elementor-element-8c73776 elementor-widget elementor-widget-image" data-id="8c73776" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="image.default">
				<div class="elementor-widget-container">
															<img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://bauchvollgeschichten.de/wp-content/uploads/2026/07/pexels-photo-36771627-36771627-1024x683.jpg" class="attachment-large size-large wp-image-4591" alt="A minimalist tabletop scene featuring a book, a candle, and decor, creating a cozy atmosphere." srcset="https://bauchvollgeschichten.de/wp-content/uploads/2026/07/pexels-photo-36771627-36771627-1024x683.jpg 1024w, https://bauchvollgeschichten.de/wp-content/uploads/2026/07/pexels-photo-36771627-36771627-300x200.jpg 300w, https://bauchvollgeschichten.de/wp-content/uploads/2026/07/pexels-photo-36771627-36771627-768x512.jpg 768w, https://bauchvollgeschichten.de/wp-content/uploads/2026/07/pexels-photo-36771627-36771627-1536x1024.jpg 1536w, https://bauchvollgeschichten.de/wp-content/uploads/2026/07/pexels-photo-36771627-36771627-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px"  title="Update der letzten Monate" />															</div>
				</div>
				</div>
				</div>
		<div class="elementor-element elementor-element-5082dc2 e-con-full e-flex e-con e-child" data-id="5082dc2" data-element_type="container" data-e-type="container">
				<div class="elementor-element elementor-element-93d2944 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="93d2944" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
									<p><strong>Psychotherapie als Gamechanger</strong></p><p>Am Ende noch ein Thema, worüber es mir nicht leicht fällt, zu schreiben, was ich aber nach etwas Überlegung nicht auslassen möchte, da es einen bedeutsamen Teil, auf dem Weg zu meiner aktuell guten Verfassung, ausmacht. Es geht um meine Psychotherapie, die ich Anfang Februar begonnen habe.</p><p> </p><p>Dass ich momentan da stehe, wo ich stehe, hat sehr viele, unterschiedliche Gründe. Einige habe ich bereits geteilt (wie z.B. Soziale Unterstützung durch Freunde und Familie, Ernährungsumstellung, Sport usw. usf.). Ein anderer Grund sind externe professionelle Hilfen. Im Besonderen die Psychotherapie.</p><p> </p><p>Ende letzten Jahres überwogen bei mir viele andere Themen, als Psychotherapie. Ich brauchte Zeit für mich, um alles zu ordnen, zu verarbeiten und gewissermaßen akzeptieren zu können. Diese Zeit war wichtig für mich. Kurz danach folgten auch schon die Weihnachtstage und der Jahreswechsel. Eine Zeit, geprägt von Festen, Geburtstagen, vielen Freuden und Ablenkung. Zu Beginn des Jahres folgte dann ein großes Loch. Keine Geburtstage, die vorerst anstanden, keine Feste o.Ä. Für alle begann ein paar Tage nach Silvester die Arbeit oder die Prüfungsphasen. Nur bei mir nicht. Ich fühlte mich sehr leer und unbrauchbar. Ich spürte kaum eine Form von Selbstwirksamkeit. Nach einer Form des „Gebraucht-Werdens“. Vielmehr hatte ich das Gefühl, eine Last für mich und andere zu sein. Viel davon habe ich mit meiner Familie besprochen, einiges mit mir alleine ausgemacht. Nachdem meine Schlafprobleme mehr wurden, viele negative Erfahrungen und Erinnerungen häufiger hochkamen und allgemein das Grübeln bei mir mehr wurde, wusste ich, dass ich Hilfe brauche. Hilfe beim Sortieren. Hilfe beim Reflektieren. Und es brauchte jemanden, der unbefangen war. Von all dem nichts wusste. Mir kein Mit- oder Beileid signalisierte. Sondern eine Person, die mir zuhörte und weder direkt noch indirekt in die Geschichte involviert war.</p><p> </p><p>Ich entschied mich somit Ende Januar dazu, mir professionelle Hilfe im ZIP in Kiel zu suchen. Nachdem ich meine Situation schilderte, bekam ich unmittelbar einen Termin für ein Erstgespräch angeboten und konnte wenige Wochen später meine ersten richtigen Termine wahrnehmen. Ich bin seit Anfang Februar ca. alle zwei Wochen für eine Stunde dort. Zu meinem Glück habe ich dort eine super Therapeutin, die mir mit viel Empathie, Offenheit und Verständnis begegnet. Auch wenn ich mich nach den Terminen in den ersten Stunden oft erstmal schlechter, durch die aufreibenden Themen, das Tränenfließen etc., fühle, merke ich, wie mir die Gespräche und Reflektionen von Woche zu Woche mehr helfen und mich im Alltag stärken.</p><p> </p><p>Mittlerweile freue ich mich auf die Termine und habe das Gefühl, viele Probleme und Herausforderungen leichter bewältigen zu können. Eine enorme Hilfe für meinen Alltag, mein Leben und auch für mein Umfeld, da ich das Gefühl habe, in der Therapie Druck und Angestautes ablassen zu können. So kann ich in den schönen Momenten mit Freund:innen und Familie mehr präsent sein. Zudem nehmen dadurch der Nebel aus schlechten Erinnerungen und die Schlafprobleme weiter ab. Dank der Therapie und meiner Therapeutin verspüre ich weniger Schuld und Scham und kann offener über die ganze Sache reden. Der Austausch mit meiner Therapeutin ermöglicht mir, dass ich mich äußern kann, ohne überlegen zu müssen, ob ich die richtigen Worte wähle oder nicht. Das entlastet mich enorm. </p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Es fühlt sich richtig an, den Schritt gegangen zu sein, und ich freue mich auf weitere Fortschritte.</span></p>								</div>
				</div>
				</div>
		<div class="elementor-element elementor-element-9716943 e-con-full e-flex e-con e-child" data-id="9716943" data-element_type="container" data-e-type="container">
				<div class="elementor-element elementor-element-90451f1 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="90451f1" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
									<p><strong>Wie geht’s weiter?</strong></p><p>In den nächsten Monaten möchte ich wieder etwas häufiger schreiben, da ich merke, dass ich beim Schreiben viel reflektieren kann. Meine Gedanken in Worte niederzuschreiben, bringt auch Struktur in mein Denken und zeigt mir wofür ich dankbar sein kann. Außerdem habe ich mir noch ein paar Dinge überlegt, die ich umsetzen möchte. Allerdings möchte ich mir auch keinen Stress wegen des Blogs machen. Solange das Wetter so toll bleibt wie die letzten Wochen, werde ich meine Zeit nicht am Laptop verbringen und nur gelegentlich mal schreiben. Erstmal werde ich weiterhin den Sommer genießen und noch viel Zeit mit Freunden und Familie in der Sonne verbringen.</p><p> </p><p>Ich freue mich, wenn du auch beim nächsten Mal dabei bist.</p><p> </p><p>Bleib gesund und bis bald!</p>								</div>
				</div>
				</div>
					</div>
				</div>
				</div>
		<p>Mehr lesen unter <a href="https://bauchvollgeschichten.de/statusupdate/">BauchvollGeschichten</a></p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://bauchvollgeschichten.de/statusupdate/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>4</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Meine Ernährungsumstellung</title>
		<link>https://bauchvollgeschichten.de/meine-ernaehrungsumstellung/</link>
					<comments>https://bauchvollgeschichten.de/meine-ernaehrungsumstellung/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[bauchvollgeschichten.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Jan 2026 17:05:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://bauchvollgeschichten.de/?p=4550</guid>

					<description><![CDATA[Content Warning:&#160;&#160;Ängste, Essverhalten Einleitung Der Weg zu einer passenden Ernährung ist selten geradlinig – besonders dann, wenn der Magen-Darm-Trakt chronisch erkrankt ist. Was gestern noch gut verträglich war, kann heute Probleme bereiten. Eine Ernährungsumstellung bedeutet in diesem Zusammenhang nicht immer Verzicht, sondern Achtsamkeit: Gegenüber dem eigenen Körper, seinen Signalen und den kleinen Veränderungen, die langfristig [&#8230;]<p>Mehr lesen unter <a href="https://bauchvollgeschichten.de/meine-ernaehrungsumstellung/">BauchvollGeschichten</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="4550" class="elementor elementor-4550">
				<div class="elementor-element elementor-element-3481635 e-flex e-con-boxed e-con e-parent" data-id="3481635" data-element_type="container" data-e-type="container">
					<div class="e-con-inner">
		<div class="elementor-element elementor-element-6f65920 e-con-full e-flex e-con e-child" data-id="6f65920" data-element_type="container" data-e-type="container">
				<div class="elementor-element elementor-element-419a3f2 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="419a3f2" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
									<p><strong><em>Content Warning:&nbsp;&nbsp;</em></strong><em>Ängste, Essverhalten</em></p><p><em><br></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Einleitung</strong></span></p>
<p>Der Weg zu einer passenden Ernährung ist selten geradlinig – besonders dann, wenn der Magen-Darm-Trakt chronisch erkrankt ist. Was gestern noch gut verträglich war, kann heute Probleme bereiten. Eine Ernährungsumstellung bedeutet in diesem Zusammenhang nicht immer Verzicht, sondern Achtsamkeit: Gegenüber dem eigenen Körper, seinen Signalen und den kleinen Veränderungen, die langfristig einen großen Unterschied machen können.</p>								</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-3f74142 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="3f74142" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
									<p><strong><u>Welche Bedeutung Essen für mich hat</u></strong></p>
<p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Welche Erinnerungen verbindest du mit dem Thema Ernährung? Kochen, Genuss, gemeinsame Zeit mit Freunden und Familie? Oder hast du gerade vielleicht ein inneres Bild deines Lieblingsgerichts vor Augen?</span></p>
<p>Für mich stellt Ernährung zeit meines Lebens ein sehr bedeutsames Thema dar. Aufgrund meiner chronischen Magen-Darm-Erkrankung hatte ich zeitweise nicht immer die Wahl, welche Lebensmittel ich gerne essen würde. Es gab Abschnitte in meinem Leben, wo ich viele unterschiedliche Lebensmittel essen konnte und andere, in denen nur eine sehr begrenzte Auswahl möglich war. Und dann gibt es noch die Episoden und Tage, in denen mir meine Erkrankung einen Strich durch die Rechnung macht und ich kaum essen kann bzw. essen mag. Ich vermute, dass viele von euch das auch kennen – in Form von Unverträglichkeiten, Allergien, allgemeinem Unwohlsein oder Ähnlichem.</p><p><br></p>
<p>In meinem letzten Beitrag&nbsp; habe ich euch erzählt, dass ich im Alter von sechs Jahren einen mehrmonatigen Krankenhausaufenthalt aufgrund meiner Pfortader-Erkrankung und meines Darmbereichs hatte. Damals wurde ich über mehrere Wochen künstlich ernährt, hatte einen künstlichen Darmausgang und war stark untergewichtig. Auch wenn die negativen Erfahrungen aus dieser Zeit stark überwiegen, erinnere ich mich gerne an die Lichtblicke und die subjektiv schön wahrgenommenen Momente. Einer der bedeutsamsten Lichtblicke war damals für mich, als ich nach Wochen der künstlichen Ernährung wieder etwas essen durfte. Ich bekam ein einfaches Stück Toast mit Marmelade. Ich erinnere mich, was für einen unglaublichen Genuss ich in diesem Moment empfunden habe. Gelegentlich erzählen mir Familienmitglieder aus dieser Zeit und erinnern sich gerne gemeinsam mit mir an diesen Moment. Was ich damals noch nicht in Worte fassen konnte, aber heute weiß: Es war pure Lebensqualität – reiner Genuss. Dieses Genusserleben gehört zu den Kernerinnerungen, wenn ich an meine Kindheit zurückdenke.</p><p><br></p>
<p>Insbesondere dadurch haben Lebensmittel und Essen für mich einen sehr großen Stellenwert bekommen. Zudem wurde der Umgang mit Lebensmitteln und der Genuss beim Essen in meiner Familie immer wieder kultiviert. Sei es das Kochen mit meinem Papa, das Grillen mit meiner Mama, das Bekocht-Werden von den Omas oder das Herumprobieren, Philosophieren und Experimentieren mit verschiedenen Komponenten bei unterschiedlichsten Gerichten. Ernährung ist zeit meines Lebens ein Thema, mit dem ich mich gerne beschäftige &#8211; ganz besonders die Zubereitung von Lebensmitteln.</p><p><br></p>
<p>Vier Jahre habe ich in der Gastronomie, als Nebenverdienst während meines Studiums, als Küchenhilfe mit angepackt und konnte meine Liebe zu Lebensmitteln ausleben. Ich habe meinem damaligen Chef viel zu verdanken. Die Art zu kochen, Tipps und Tricks beim Schneiden, beim Zubereiten sowie beim Abschmecken und Verfeinern. Es hat Spaß gemacht den Entstehungsprozess der Gerichte zu sehen und den leidenschaftlichen Einsatz aller zu spüren. Eine war eine sehr schöne Zeit mit vielen tollen Erfahrungen, die ich machen durfte.</p><p><br></p>
<p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Kurzum: Das Thema Ernährung, Kochen und Umgang mit Lebensmitteln bedeutet mir schon seit gefühlt immer, sehr viel und ist für mich ein zentraler Aspekt von Lebensqualität – einer Lebensqualität, auf die ich bis vor ein paar Wochen vorerst wieder verzichten musste.</span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;"><br></span></p>								</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-f486a40 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="f486a40" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
									<p><strong><u>Verzicht und Genuss</u></strong></p>
<p>Bei meinem letzten Krankenhausaufenthalt vom 24. September 2025 bis zum 30. Oktober 2025 war der Verzicht zentral. An einigen Tagen durfte ich aufgrund der vielen gastroenterologischen Untersuchungen gar nichts essen. Tage, an denen ich essen konnte, waren meist auf Milchreis, Pudding oder Suppe beschränkt, da die feste Nahrung zu diesem Zeitpunkt in Verbindung mit inneren Blutungen einherging. An keinem der Tage deckte ich meinen täglichen Kalorienbedarf. Hier wurde mir erneut unmittelbar deutlich, wie bedeutsam eigentlich Essen ist. Wie selbstverständlich es im Alltag ist und wie sehr es fehlt, wenn es nicht da ist. Wie schnell der Körper abbaut und wie man zunehmend bemerkt, dass die Energiereserven anfangen zu schwinden. Es war interessant, achtsam zu beobachten, welche Prioritäten der Körper setzt. Es mag trivial klingen, aber nie zuvor ist mir so prägnant aufgefallen, wie die Energie aus der Nahrung in Energie für den Körper umgewandelt und eingesetzt wird. Wie sie kommt und wieder geht.</p><p><br></p>
<p>In meinem letzten Beitrag habe ich geschrieben, dass die Umstellung auf <em>hochkalorische Trinknahrung</em> in diesem Zeitraum ein echter Gamechanger war. Im Krankenhaus bekam ich die hochkalorischen Shakes von <em>Fortimel</em> und <em>Fresubin</em>.</p>								</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-78d4dae elementor-widget elementor-widget-image" data-id="78d4dae" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="image.default">
				<div class="elementor-widget-container">
												<figure class="wp-caption">
										<img loading="lazy" decoding="async" width="673" height="449" src="https://bauchvollgeschichten.de/wp-content/uploads/2026/01/image.jpeg" class="attachment-large size-large wp-image-4554" alt="Trinknahrung" srcset="https://bauchvollgeschichten.de/wp-content/uploads/2026/01/image.jpeg 673w, https://bauchvollgeschichten.de/wp-content/uploads/2026/01/image-300x200.jpeg 300w" sizes="(max-width: 673px) 100vw, 673px"  title="Meine Ernährungsumstellung" />											<figcaption class="widget-image-caption wp-caption-text">Abbildung 1: verschiedene Trinknahrung: Y-Food, Fresubin, Fortimel</figcaption>
										</figure>
									</div>
				</div>
				</div>
		<div class="elementor-element elementor-element-ba584fb e-con-full e-flex e-con e-child" data-id="ba584fb" data-element_type="container" data-e-type="container">
				<div class="elementor-element elementor-element-5b09899 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="5b09899" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
									<p>Diese 200 ml hochkalorische Trinknahrung (ca. 400 kcal, 20 g Proteine) halfen mir enorm weiter. Sie waren schonend für meinen Magen- und Darmbereich, da sie als Flüssigkeit meine <em>Darmvarizen nicht schädigen</em> konnten und den zuvor verschlossenen Stellen im Darmbereich <em>Zeit zur Regeneration und Schonung gaben</em>. Ich bekam <em>drei Shakes am Tag</em> verschrieben, was in Kombination mit dem Milchreis und Puddings ziemlich nahe an der täglichen Referenzmenge eines durchschnittlichen Erwachsenen entsprach (ca. 2.000 kcal). Zudem entdeckte ich die <em>Trinknahrung von Y-Food </em>(500 ml: 500 kcal, 30 g Proteine<em>)</em>, welche mir dabei half zusätzliche Kalorien und Proteine sowie Mikronährstoffe zu mir zu nehmen.</p><p> </p><p>Ich war unglaublich froh, dass ich durch die Trinknahrung und Milchspeisen auch ohne künstliche Ernährung auskam und konnte viele Wochen so überbrücken, ohne ins Kaloriendefizit zu fallen. Das war wichtig, da meine Fett- und Energiereserven aufgebraucht waren. Um einer weiteren venösen Stauung im Bauchraum vorzubeugen (<em>Nussknacker-Syndrom<a href="#_ftn1" name="_ftnref1"><strong>[1]</strong></a></em>), musste ich schnell wieder ein paar Kilo zunehmen. Dies war entscheidend für meine Genesung und Prognose. Auch wenn die Trinknahrung nach einigen Wochen zwar so gut wie keinen Genuss mehr darstellte, bekam ich durch sie viel Energie wieder und mein Darm konnte sich in dieser Zeit gut erholen, sodass er weitestgehend abheilen konnte. Als ich merkte, dass die inneren Blutungen aufhörten, wollte ich diesen Zustand solange wie möglich halten. „So muss es weitergehen“, dachte ich.</p><p> </p><p>Doch mit der Zeit schlug die Freude über die Trinknahrung und das Schwinden der Blutungen um in Angst vor fester Nahrung und möglichen erneuten Blutungen. Deshalb blieb ich auch nach meinem Entlassungstermin am 30. Oktober noch über vier Wochen bei Trinknahrung, Pudding und feinpürierter, dünner Suppe. Dies ging bis zum 1. Dezember so. Der 1. Dezember war meine erste Wiedervorstellung nach der Entlassung im UKSH. Wie du im letzten Beitrag lesen konntest, wurde mir gesagt, dass ich mich wieder an etwas festeres Essen heranwagen soll. Die Trinknahrung konnte keine Dauerlösung sein.</p><p> </p><p>Ich spürte eine tiefe Ambivalenz in mir. Ich freute mich riesig über die Perspektive und die Vorstellung darüber, wieder etwas normaler Essen zu können. Zugleich war ich entlassen und schätzte meine wiedergewonnene Freiheit und Privatsphäre in meinem eigenen Wohnumfeld sehr. Das letzte was ich wollte war ein weiterer Tag oder eine weitere Woche im Krankenhaus. „Das festere Essen könnte dazu beitragen, dass wieder innere Blutungen auftreten. Blutungen, die im schlimmsten Falle nicht aufgefangen werden können“, war ein Gedanke, der mich oft überkam und von dem ich mich nur schwer lösen konnte bzw. kann. Es fühlte sich so an als würden Freude und Angst, Engelchen und Teufelchen auf meinen Schultern spielen.</p>								</div>
				</div>
				</div>
		<div class="elementor-element elementor-element-82b295f e-con-full e-flex e-con e-child" data-id="82b295f" data-element_type="container" data-e-type="container">
				<div class="elementor-element elementor-element-327c83e elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="327c83e" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
									<p><strong><u>Altes blüht Neu</u></strong></p><p>Ich tat mich sehr schwer mit einer Entscheidung. Erst zwei Tage nach dem „Go“ vom Arzt überlegte ich mir, womit ich anfangen könnte und was meinem Bauch wohl am besten tun würde. Ich entschied mich für einen Kartoffelmus aus Kartoffeln und Süßkartoffeln. Zudem machte ich mir zwei Bananen mit Milch und Proteinpulver als Bananenshake. Das Kartoffelmus aß ich zu Beginn nur einmal am Tag und mit viel Genuss. „Langsam anfangen, stetig steigern“, war mein Motto. So verging die erste Woche. Zeitgleich aß ich dickere Suppen, festeren Milchreis und Grießbrei. Parallel dazu wagte ich mich an Hipp-Babynahrung, in der Hoffnung, sie würde mir den Übergang von flüssiger zu fester Kost sanft erleichtern. Diese Hoffnung verabschiedete sich jedoch recht schnell, denn die Konsistenz erinnerte eher an Schleim und auch geschmacklich bestätigte sich, dass ich mich nicht mehr zur Zielgruppe dieses Essens dazuzählen konnte bzw. wollte. Nachdem ich mich von dem Experiment der Baby-Nahrung wieder abwand, kamen parallel mehr Banane, ein paar wenige Beeren sowie Haferflocken und etwas weniger Milch als zuvor in meine Shakes hinein. Alles dem Ziel dienend, die Konsistenz zu verdicken und sich Schritt für Schritt zu steigern. Es ging überraschend gut voran.</p><p> </p><p>Wenige Wochen später kam der Moment, in dem meine Frau und ich uns entschieden, wieder in unsere Wohnung zurückzukehren. Meine Frau unterstützte mich sehr und sprach mir gut zu. Mit dem Ortswechsel kam auch eine Veränderung meiner Gedanken zu diesem Thema. Die Angst verlor mehr an Strahlkraft. Das erste Essen, das ich in unserer Wohnung aß, waren durchgekochte Kartoffeln mit Möhren und Soße. Ich verspürte große Vorfreude auf das Essen. Ich kaute sehr achtsam und sorgfältig. Mein Genussempfinden war enorm. <em>Freude, Erleichterung und Glücksgefühle</em> kamen in mir auf, als ich merkte, dass ich das Essen gut vertrug. Die nächsten Tage aß ich ähnlich und ersetzte zunehmend einen hochkalorischen Shake bzw. ein Y-Food durch ein gesundes, bekömmliches und festeres Essen.</p><p> </p><p>Allmählich entwickelte sich aus der stetig präsenten Angst eine in den Hintergrund rückende Sorge. In meine Rezepte nahm ich wieder Lebensmittel wie z. B. Hirtenkäse, Avocados, Kürbis und Brokkoli auf. Ich verfeinerte und experimentierte wieder achtsam mit verschiedenen Gewürzen (Ausnahme: Schärfe, wegen der Reizbarkeit). Ich freute mich wie ein Kind. Endlich konnte ich wieder mit gesunden, herzhaften Lebensmitteln kochen. Die Süße der Trinknahrung, sowie der süßen kalten und warmen Milchspeisen hatte ich nach über zwei Monaten satt. Die Vielfalt des Geschmacks gab mir viel Lebensqualität zurück.</p><p>Kurz vor Weihnachten habe ich mich dann an die nächsten Schritte getraut. In meine Lebensmittelliste kamen wieder neu hinzu: Weiches Brot, Magerquark mit Haferflocken, Nudeln (mit unterschiedlichsten Soßen), gebratene Zucchini und Champignons sowie kleine Probierstücke von Essen, das ich mir in Gänze noch nicht zutraute. Bei jedem Lebensmittel wich die Angst bzw. die Sorge weiter in den Hintergrund.</p><p> </p><p>Seit Silvester habe ich zudem weitere Gerichte ausprobiert wie z.B., Wrap-Röllchen, Nudelsalat, Blätterteig mit Spinat und Feta, verschiedene Gebäcke und sogar ein Fischbrötchen mit Backfisch und Remoulade (was mich besonders fröhlich macht). Vor wenigen Tagen kamen dann noch pflanzliche Fleischersatzprodukte sowie schonend gegartes Gemüse mit etwas mehr Biss hinzu.</p><p> </p>								</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-62bd37c elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="62bd37c" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
									<p><strong><u>Ausblick, Tipps und Empfehlungen</u></strong></p><p>Mittlerweile habe ich nur noch wenig Sorge beim Essen, da ich seit dem Aufenthalt im Krankenhaus einen sehr konsequenten und strengen Fokus auf das Kauen gelegt habe. <em>Ich kaue mittlerweile fast alles</em> bevor ich es runterschlucke <em>mindestens 25-mal (je nach Art und Konsistenz mehr)</em>. So weiß ich, dass das Essen gut im Magen ankommt, ich es besser verdauen kann und ich ein natürlicheres Sättigungsgefühl bekomme. Ich vertraue darauf, dass mein Körper mir sagt, wann er bereit für die nächsten Schritte ist.</p><p>Die nächsten Schritte werden für mich festeres Brot, fettigeres Essen (z. B. Pizza, Pommes) und knackiges Gemüse (z. B. Gurke, Salat) sein. Doch das darf noch ein wenig Zeit haben. Außerdem fühle ich mich aktuell gerade wieder ziemlich wohl in meinem Körper. Vor zwei Monaten hätte ich niemals gedacht, dass ich überhaupt nochmal in den Genuss komme so etwas wie Wraps, Gebäck oder ein Fischbrötchen essen zu können. Ich bin glücklich, stolz und dankbar dafür, dass ich von einem niedrigen Niveau an Lebensqualität, viel Genuss, Freude und mehr soziale Teilhabe, durch gemeinsames Essen, wiedererfahren konnte. Diese Lebensqualität, die ich mit der achtsamen Ernährungsumstellung sowie einer an mir ausgerichteten Neuorientierung an bekömmlichen Lebensmitteln wiedererlangt habe, möchte ich nicht mehr missen und wünsche mir von ganzem Herzen, dass es weiter so gut vorangeht.</p><p> </p><p>Auch wenn es eine Auswahl von Lebensmitteln gibt, die ich nicht gut vertrage und auch nicht nochmal ausprobieren werde, weil ich weiß, dass mir diese nicht gut bekommen (z. B. Hülsenfrüchte, Kohl, Getränke mit Kohlensäure), gibt es heutzutage vielfältige und kreative Wege, diese umgehen zu können und trotzdem auf alle wichtigen Nährstoffe zu kommen. Hier eine kurze Liste mit Lebensmitteln, die meiner Darmgesundheit und meinem Körper guttun:</p><p> </p><ul><li>Energie:                       Kartoffel, Haferflocken, Dinkelnudeln, Datteln</li><li>Fett:                                 Hirtenkäse, Avocado, Olivenöl, Mandelmus</li><li>Kohlenhydrate:   Süßkartoffel, Reis, Hummus, Hirse oder Grieß, Banane</li><li>Ballaststoffe:        Flohsamenschalen, Chia- und Leinsamen, Beeren</li><li>Proteine:                    Kefir, Skyr, Proteinshakes, vegane Ersatzprodukte, Lachs</li><li>Vitamine:                   Ingwer (z. B. In Suppe), Beeren, Brokkoli, Karotten, Baby-Spinat</li><li>Getränke:                 Tee, stilles Wasser (z. B. mit Spritzer Zitrone), milde Säfte </li></ul><p>Aktuell versuche ich, 90% der Lebensmittel mind. einmal pro Woche (einiges häufiger) zu mir zu nehmen. Diese Lebensmittel haben sich für mich als besonders bekömmlich, lecker und darmfreundlich herausgestellt. <em>Viele dieser Lebensmittel stärken das Mikrobiom im Darm und unterstützen die Magenschleimhaut</em>, was dabei helfen kann, Darmbeschwerden und Entzündungen entgegenzuwirken. Besonders darmfreundlich sind<em> Omega-3-Fettsäuren</em> (Fisch, Nüsse), <em>ballaststoffreiche pflanzliche Lebensmittel</em> (Samen, Beeren, Haferflocken) und <em>fermentierte Lebensmittel</em> (z. B. Joghurt, Kefir).</p><p>Die allermeisten Mikronährstoffe (wie z. B. Eisen, Calcium, Zink und Magnesium) decke ich mit einer vielfältigen Ernährung automatisch ab und ergänze diese nur bei Bedarf.</p><p> </p><p>Ich werde mich in Zukunft an weiteren herzhaften und darmfreundlichen Gerichten versuchen und falls ihr mögt, diese mit euch teilen. Hast Du noch Gerichte oder Lebensmittel, die ich vielleicht mal ausprobieren kann? Fehlen deiner Meinung nach irgendwelche „Superfoods“?</p><p>Lass es mich gerne über einen Kommentar unter diesem Beitrag oder auf dem dazugehörigen Beitragspost auf Instagram wissen. Ich würde mich riesig über Tipps, Tricks und Austausch zu dem Thema freuen.</p><p> </p><p>Bleib gesund und bis bald!</p>								</div>
				</div>
				</div>
					</div>
				</div>
		<div class="elementor-element elementor-element-0fd96f4 e-flex e-con-boxed e-con e-parent" data-id="0fd96f4" data-element_type="container" data-e-type="container">
					<div class="e-con-inner">
				<div class="elementor-element elementor-element-70c14a4 elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-divider" data-id="70c14a4" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="divider.default">
				<div class="elementor-widget-container">
							<div class="elementor-divider">
			<span class="elementor-divider-separator">
						</span>
		</div>
						</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-c192410 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="c192410" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
									<p><a href="https://bauchvollgeschichten.de/?p=4550&amp;elementor-preview=4550&amp;ver=1768669584#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Infos zum Nussknacker-Syndrom: <a href="https://www.gefaesschirurgieberlin.de/gefaesserkrankungen/nussknacker-syndrom/">https://www.gefaesschirurgieberlin.de/gefaesserkrankungen/nussknacker-syndrom/</a> (Abgerufen am 14. Januar 2026).</p>								</div>
				</div>
					</div>
				</div>
		<div class="elementor-element elementor-element-b41e588 e-flex e-con-boxed e-con e-parent" data-id="b41e588" data-element_type="container" data-e-type="container">
					<div class="e-con-inner">
				<div class="elementor-element elementor-element-8381fc3 elementor-shape-rounded elementor-grid-0 e-grid-align-center elementor-widget elementor-widget-social-icons" data-id="8381fc3" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="social-icons.default">
				<div class="elementor-widget-container">
							<div class="elementor-social-icons-wrapper elementor-grid">
							<span class="elementor-grid-item">
					<a class="elementor-icon elementor-social-icon elementor-social-icon-instagram elementor-animation-grow elementor-repeater-item-b267e4c" href="https://www.instagram.com/bauchvollgeschichten/" target="_blank">
						<span class="elementor-screen-only">Instagram</span>
						<i aria-hidden="true" class="fab fa-instagram"></i>					</a>
				</span>
					</div>
						</div>
				</div>
					</div>
				</div>
				</div>
		<p>Mehr lesen unter <a href="https://bauchvollgeschichten.de/meine-ernaehrungsumstellung/">BauchvollGeschichten</a></p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://bauchvollgeschichten.de/meine-ernaehrungsumstellung/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Meine (Erkrankungs-)Geschichte</title>
		<link>https://bauchvollgeschichten.de/meine-erkrankungsgeschichte/</link>
					<comments>https://bauchvollgeschichten.de/meine-erkrankungsgeschichte/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[bauchvollgeschichten.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Dec 2025 12:15:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Erkrankung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://bauchvollgeschichten.de/?p=4398</guid>

					<description><![CDATA[Content Warning: Medizinische Eingriffe, belastende Lebenssituation, Essverhalten, Sterben und Tod. Manchmal gibt es Themen, über die wir nur zögerlich sprechen. Nicht, weil sie uns egal wären, sondern weil sie schwer sind, weil sie berühren und weil sie uns mit Fragen konfrontieren, auf die es keine einfachen Antworten gibt. Eine schwere chronische Erkrankung gehört dazu. Sie [&#8230;]<p>Mehr lesen unter <a href="https://bauchvollgeschichten.de/meine-erkrankungsgeschichte/">BauchvollGeschichten</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="4398" class="elementor elementor-4398">
				<div class="elementor-element elementor-element-2a6ebe6c e-flex e-con-boxed e-con e-parent" data-id="2a6ebe6c" data-element_type="container" data-e-type="container">
					<div class="e-con-inner">
				<div class="elementor-element elementor-element-6019fc38 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="6019fc38" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
									<p><strong style="font-style: inherit;"><em><br></em></strong></p><p><strong style="font-style: inherit;"><em>Content Warning: Medizinische Eingriffe, belastende Lebenssituation, Essverhalten, Sterben und Tod.</em></strong></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-style: inherit; font-weight: inherit; text-align: justify;">Manchmal gibt es Themen, über die wir nur zögerlich sprechen. Nicht, weil sie uns egal wären, sondern weil sie schwer sind, weil sie berühren und weil sie uns mit Fragen konfrontieren, auf die es keine einfachen Antworten gibt. Eine schwere chronische Erkrankung gehört dazu. Sie stellt vieles infrage und verändert oft mehr als das, was äußerlich sichtbar ist. In diesem Beitrag möchte ich meine Erkrankungsgeschichte erzählen – nicht, um zu belasten, sondern um Verständnis zu schaffen und Raum für Austausch zu öffnen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">&nbsp;</span></p>
<p><b><u><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">Wie alles begann</span></u></b></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">Meine Narbe und meine chronische Darmerkrankung gehören seitdem ich denken kann zu mir. Es fing damit an, dass ich im Alter von ein bis zwei Jahren innere Blutungen auftraten und ich größere Mengen Blut abführte. Nach einigen Untersuchungen stellte man mir die Diagnose <i>Pfortaderthrombose</i> &#8211; eine seltene Thromboseform, bei der der Blutfluss durch die Pfortader nicht mehr funktioniert. Normalerweise sorgt die Pfortader dafür, dass das Blut in die Leber gelangt. Das nährstoffreiche Blut, das durch die Pfortader transportiert wird, wird stoffwechselphysiologisch „vorbehandelt“, d. h. es werden Nährstoffe verarbeitet, Speicherstoffe gebildet, Giftstoffe abgebaut und Stoffwechselprodukte umgewandelt, bevor das Blut in den großen Kreislauf gelangt. Durch die Thrombose der Pfortader war meine Nährstoffzufuhr kaum noch möglich. Die Ärzt:innen mussten in Form einer Operation intervenieren. Hierbei wurde mir ein <i>Meso-Rex-Shunt </i>gelegt, der als eine Art Überbrückung bzw. Umgehung fungiert, sodass der Blutdurchfluss durch die Pfortader gewährleistet wird. Der Eingriff glückte. Mein Zustand stabilisierte sich wieder. Damals (2002) gehörte ich zu einer Gruppe weniger Kinder, bei denen ein solcher Eingriff durchgeführt wurde. Ich selbst erinnere mich an diese Zeit nicht. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">&nbsp;</span></p>
<p><b><u><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">Eine prägende Zeit</span></u></b></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">An die folgende Zeit hingegen erinnere ich mich leider noch recht gut. Wenige Jahre später, im Alter von circa sechs Jahren, traten erneut lebensbedrohliche Komplikationen in Bezug auf meine Pfortader auf. Durch eine <i>erneute Thrombose der Pfortader</i> staute sich das Blut in meinem Körper auf, wodurch wieder innere Blutungen auftraten. Innerhalb eines dreimonatigen stationären Aufenthalts im Krankenhaus wurde ich insgesamt dreimal an meinem Bauch operiert. In den Operationen wurde mir ein <i>neuer Meso-Rex-Shunt</i> gelegt, da sich der alte (ohne nachweisbare Ursache) verschlossen hatte. Zudem wurden mir <i>größere Teile meines Dünndarms entnommen</i>, da einige Abschnitte längere Zeit nicht mit ausreichend Blut versorgt worden waren und abgestorben waren. Seitdem ist mein Dünndarm mit einer Länge von 1,5 m deutlich verkürzt<a title="" href="https://d.docs.live.net/BAE8F8136D8AE7E2/Dokumente/Meine%20Geschichte.docx#_ftn1"><!-- [if !supportFootnotes]--><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%; font-family: 'Calibri',sans-serif; mso-ascii-theme-font: minor-latin; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-fareast-theme-font: minor-latin; mso-hansi-theme-font: minor-latin; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'; mso-bidi-theme-font: minor-bidi; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: EN-US; mso-bidi-language: AR-SA;">[1]</span><!--[endif]--></a> (üblicherweise 4-6m lang). Besonders hart war in dieser Zeit für mich der <i>künstliche Darmausgang (Stoma)</i>, der mir zu dieser Zeit am rechten Unterbauch gelegt wurde. Neben dem Gefühl einer unglaublichen Scham, die ich wegen des Stomas erlebt habe, kamen immense Schmerzen hinzu. Die Schmerzen waren in dieser Zeit ein ständiger Begleiter und schwer erträglich. Ich erinnere mich an Tage, an denen mich die Lebenslust verließ. Mein einziger Wunsch zu dieser Zeit war einfach, dass die Schmerzen aufhörten und ich wieder normal mit meinen Freunden und bei meiner Familie sein konnte. Es war für mich eine der unmittelbarsten und einprägsamsten Erfahrungen, die ich im Krankenhaus erlebt habe. </span></p><p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;"><br></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">Nachdem alle drei Operationen durchgeführt worden waren, ging es wieder bergauf. Ich war überglücklich, dass ich die Operationen überstanden habe und sah, dass es Tag für Tag voran ging. Zu Beginn war ich einfach nur froh, dass es mir Stück für Stück körperlich besser ging. Bald konnte ich dank der Physiotherapie wieder aus dem Bett aufstehen. Dann schaffte ich es bis zur Zimmertür. Anschließend wieder über den Flur der Station. Nach Wochen im Bett waren das große Erfolge für mich, die mir immer bis heute in Gedanken geblieben sind. Auch mein Stoma wurde in dieser Zeit rückverlegt, sodass ich wieder „normal“ zur Toilette gehen konnte. Das gab mir enorm viel Lebensqualität zurück. Trotz der freudigen Genesung spürte ich zeitgleich ein Unbehagen in mir. Einerseits war ich unbeschreiblich glücklich, andererseits waren da auch die Ängste, der teils schmerzhafte und häufige Stuhlgang, der infolge meines verkürzten Dünndarms auftrat sowie die belastenden, psychischen Erfahrungen, die ich erlebt habe.</span></p><p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;"><br></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">Schon früh habe ich erfahren, dass mein Leben endlich ist und Gesundheit nichts Selbstverständliches darstellt. Natürlich ist die Perspektive und das Wissen eines Sechsjährigen begrenzt, aber die Gefühle und Erinnerungen aus der Zeit habe ich bis heute nicht vergessen. Rückblickend betrachtet, empfinde ich viel Dankbarkeit. Dankbarkeit gegenüber den Menschen, die dafür sorgten, dass es mir besser ging. Das Engagement der Ärzt:innen und Krankenpfleger:innen war enorm. Darüber hinaus habe ich die denkbar beste Unterstützung von meiner Familie, meinen Freund:innen und Bekannten sowie vielen weiteren wunderbaren Menschen erhalten. Viele Menschen in meinem unmittelbaren Umfeld haben in dieser Zeit zurückgesteckt, sich gesorgt und unglaubliche Ängste empfunden. Umso mehr Dankbarkeit verspüre ich ihnen heute gegenüber, dass sie in dieser schweren Zeit zu mir gehalten, mich unterstützt und mir Hoffnung und Liebe geschenkt haben. Einen ganz großen Dank und viel Liebe an euch alle – ganz besonders an meine Familie! </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">&nbsp;</span></p>
<p><b><u><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">Die sorglose Zeit</span></u></b></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">Von da an traten vorerst so gut wie keine ernsthaften Komplikationen auf. Ich konnte wenige Monate nach der OP eingeschult werden und habe eine tolle Grundschulzeit gehabt. Ich fand sehr viele Freunde und habe mich in meiner Klasse stets wohl gefühlt. Meine Lehrer:innen und Mitschüler:innen wussten um meine Erkrankung. Stets hatte ich Freunde, die zu mir standen und mit aufpassten. Einerseits war es schön, so viel Unterstützung von Menschen zu erhalten, die sich um einen sorgen. Andererseits hatte es auch immer den Beigeschmack, anders zu sein und behandelt zu werden als die Anderen. Ich wollte schließlich genauso wild toben, rangeln und unvorsichtig sein, wie alle anderen in meinem Alter auch. Bis auf die gelegentlichen Bauchschmerzen und das häufige Auf-die-Toilette-Gehen-Müssen aufgrund meines verkürzten Dünndarms, habe ich wenig Symptome meiner Erkrankung gespürt. Insgesamt war die Grundschulzeit aber eine schöne Zeit für mich. Trotz meiner deutlich sichtbaren Narben, habe ich nie Ausgrenzung oder Ähnliches erlebt. Eher habe ich Zuspruch und Unterstützung erfahren. Ich habe dort viele tolle Freunde gefunden. Wichtige Menschen, die mich z. T. noch bis heute begleiten und denen ich viel verdanke. Ich hatte ein Gefühl des Angekommen-Seins und hoffte von nun an ein unbeschwertes Leben führen zu können. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">&nbsp;</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">Anschließend begann die Zeit auf dem Gymnasium für mich. Ein paar von meinen Freunden kamen mit mir in die gleiche Klasse und ich lernte viele neue Leute kennen. Es war für mich eine Art Neuanfang, da nur wenige über meine Erkrankung wussten. Ich machte kein Geheimnis daraus, erzählte aber häufig nur Bruchstücke davon. Schließlich wollte ich von meinen neuen Mitschülern keine Sonderrolle zugeschrieben bekommen. Heute weiß ich, dass es dabei auch viel um das Thema Verdrängung ging. Die Zeit auf dem Gymnasium habe ich ebenfalls als unfassbar angenehm erlebt. Meine Noten waren meistens gut, ich hatte einen tollen Freundeskreis und hatte deutlich weniger das Gefühl, dass meine Erkrankung überhaupt ein Thema war. Erstmals habe ich mich <i>„normal“</i> wahrgenommen gefühlt. Erst als die ersten Partys anfingen und die meisten mit dem Alkoholtrinken anfingen, änderte sich meine Gefühlslage wieder etwas. Alkohol war mir aufgrund meiner Vorgeschichte insbesondere im Jugendalter untersagt und daran hielt ich mich in der Schulzeit auch. Es störte mich eigentlich auch nicht, dass alle anderen um mich herum auf Feiern tranken. Nach den Partys war ich am nächsten Morgen fit, wusste was am Vorabend passiert war, habe viele lustige Gespräche geführt und konnte in den richtigen Momenten genauso mitfeiern. Dennoch blieben natürlich die ersten Erfahrungen zum Thema Rausch aus und es schlich sich rückblickend betrachtet unterbewusst doch wieder ein kleines Gefühl ein, anders zu sein. Die meiste Zeit aber hatte ich solche Gedanken nicht und war froh, dass es mir gesundheitlich gut ging. Ich dachte, dank der meist unbeschwerten Zeit auf dem Gymnasium, immer weniger über meine Erkrankung nach und habe meine Jugendzeit sehr genossen. Ich habe an einem Austausch nach Estland, an einem nach England sowie an einer Skifahrt teilgenommen, was allesamt wundervolle Erfahrungen für mich waren. Zudem habe ich den Großteil meines aktuellen Freundeskreises in der Schulzeit kennengelernt und freue mich, zu vielen noch eine gute Bindung zu haben und die gemeinsamen und schönen Erfahrungen aus der Zeit, auch noch heute teilen zu können.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">&nbsp;</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">Nach dem Gymnasium habe ich ein FSJ in einer Krippe gemacht, bei dem ich auch viel Freude hatte und auf die Idee kam zu studieren. Anschließend habe ich mich für das Studium der Sozialen Arbeit eingeschrieben und den Bachelor dort studiert. Das Bachelorstudium hat mir so viel Freude bereitet, dass ich den Master „Klinische Sozialarbeit“ weiterstudieren wollte, wovon ich zwei Semester abgeschlossen habe. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">&nbsp;</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">Während meines Studiums lernte ich meine Frau kennen, die ich über alles liebe. Sie gibt mir unfassbar viel Kraft, Unterstützung und Liebe. Zu der Zeit ist meine Erkrankung schon sehr weit in den Hinterkopf bzw. ins Unterbewusstsein gerückt und das Thema in meinem Alltag auch immer weniger präsent gewesen. Dies änderte sich am 23. September 2025.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">&nbsp;</span></p>
<p style="text-align: justify;"><b><u><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">Die Hiobsbotschaft</span></u></b></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">Am 23. September 2025 kam ich gegen Mittag von der Arbeit nach Hause zurück. Ich war ungewohnt fertig von der Arbeit und legte mich direkt für einen Mittagsschlaf hin, da ich mich unwohl fühlte. Ich schlief volle vier Stunden, was mich selbst etwas erschreckte. Kurz danach bekam ich Durchfall und bemerkte, dass ich dabei Blut verlor. Ich war verwundert und etwas erschrocken. Direkt dachte ich an Magen-Darm und vermutete, dass ich wohl schlecht gegessen hätte. Allerdings fühlte ich mich zunehmend unwohler und bekam weitere Durchfälle. Kurz danach sackte ich zusammen. Nach ein paar Minuten der Verwirrung war ich wieder bei mir. Es war gegen 22.30 Uhr. Meine Frau brachte mich zu Bett und kümmerte sich liebevoll um mich. Danach ging es mir etwas besser, ich fühlte mich jedoch weiterhin schlapp. Ich beschloss, gleich direkt am nächsten Morgen zu meinem Hausarzt gehen zu wollen, da er meine Erkrankungsgeschichte gut kennt. Die Option des Krankenhauses war für mich zu diesem Zeitpunkt nicht gegenwärtig. Schließlich hatte ich zu diesem Zeitpunkt über 18 Jahre lang keine ernsthaften Komplikationen gehabt. Ich war müde und schlief ein. </span></p><p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;"><br></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">Am Morgen des 24. Septembers weckte mich meine Frau gegen 8:00 Uhr. Ihr Gesicht sagte mir, dass sie in Sorge war. Ich war kreidebleich und konnte kaum aus dem Bett aufstehen. Als ich es versuchte, kippte ich zurück ins Bett. Daraufhin rief meine Frau den Krankenwagen an, der mich ins Krankenhaus fuhr. Zuerst ohne Blaulicht. Als mein Blutdruck weiter rapide absank, mit Blaulicht. Wenige Minuten später kamen wir in der Notaufnahme an. Nach einer kurz gehaltenen Anamnese erhielt ich einige Blutkonserven, da ich einen Blutschock erlitten hatte. Als mein Akutzustand aufgefangen wurde, erfuhr ich von den Ärzt:innen wie knapp die ganze Geschichte war. Eine Stunde später hätten sie die Blutungen wahrscheinlich nicht mehr auffangen können. Ich wäre innerlich verblutet. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">Schlagartig kam viel Verdrängtes von früher wieder hoch. Mein Körper zitterte und ich fing an zu weinen. Das Gedankenkarussell ging los. Sie nahmen mich auf Station auf und ich wurde infolgedessen akut versorgt. Die ersten Tage vergingen und ich verbrachte meinen 25. Geburtstag im Krankenhaus und fühlte mich schlecht. Die inneren Blutungen hielten an, weshalb ich viele weitere Blutkonserven bekam, um meinen Zustand stabil zu halten. Ich wurde mehrmals endoskopisch versorgt, d. h. offene Stellen in meinem Darmbereich wurden unter Sedierung ausfindig gemacht und verschlossen, sodass ich kein Blut mehr über offene Stellen im Darmbereich verlieren konnte. Dennoch hielten die Blutungen weiter an. Ich hatte das Gefühl, dass die Ärzt:innen zeitweise genauso ratlos waren wie ich selbst. Jeden Tag wartete ich auf die Visite, in der Hoffnung, dass jemand mit einer Lösung hereinkäme. So zogen sich die Tage hin und ich durchlief weitere Stationen im Krankenhaus. Es wurde viel Diagnostik betrieben, um herauszufinden, woher die Blutungen kamen. Mit jedem weiteren Tag schlich sich mehr und mehr das Gefühl ein, dass der Krankenhausaufenthalt länger werden würde als zunächst befürchtet. So vergingen zwei Wochen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">Nach insgesamt drei Wochen Aufenthalt kam dann die Schockdiagnose: <i>Die Pfortader hat sich irreversibel verschlossen</i> und es haben sich eine Vielzahl von <i>Darmvarizen (Krampfadern)</i> in meinem gesamten Bauchbereich gebildet. Durch die verschlossene Pfortader hatte sich der Druck im Pfortadersystem stark erhöht (<i>portale Hypertension</i>). Die <i>Varizen</i> haben sich gebildet, um dem Druck im Pfortadersystem standhalten zu können. Sie sind viele Millimeter bis Zentimeter dick sind. Darmvarizen sind erweiterte Venen im Darm und können sehr gefährlich werden, da sie aufgrund ihrer dünnen Wände schnell anfangen können zu bluten, wobei die Blutungen dann lebensbedrohlich sein können. </span></p><p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;"><br></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">Bei mir seien sie wohl dadurch entstanden, dass ein paar der <i>Darmvarizen</i> dem Überdruck nicht haben standhalten können und aufgrund der verschlossenen Pfortader geplatzt seien. Die Ärzt:innen teilten mir mit, dass mein jetziges Stadium chronisch sei und kein sicherer Eingriff bzw. keine sichere Intervention mehr gewährleistet werden könne, um meinen Zustand zu verbessern, da mein gesamter Bauchbereich von diesen Varizen durchzogen sei. Sie erklärten mir, dass dadurch ein möglicher Eingriff immer mit enorm hohen Risiken verbunden wäre, ohne dabei zu wissen, ob der Eingriff dann die gewünschten Erfolge brächte. Es wurde mir immer klarer in welche Richtung sich das alles entwickelte. Die Ärzt:innen wurden immer stummer. Sie mussten nicht aussprechen, was ich bereits ahnte. Dennoch fragte ich nach und bekam die unausweichliche Antwort: Ohne eine Art der Intervention würde ich mit der Diagnose mit Sicherheit sterben – die Frage sei nur, wann. „Das war’s“, dachte ich, „ich werde sterben…“. Der Moment begann einzufrieren. Ich konnte niemandem mehr folgen. Ich fühlte Schock, Angst und Überforderung und spürte, wie dissoziativ ich wurde. Es fühlte sich an, als hätte sich mein Kopf ausgeschaltet und mein „Autopilot“ übernommen. Jedes Wort der Ärzt:innen, das ich wahrnahm, schmerzte. Ich habe geweint wie in meinem Leben zuvor noch nicht. So viele Worte und Gefühle, die gleichzeitig in mir brodelten und gleichzeitig dieses Gefühl der Leere. Ich fühlte mich meines Lebens beraubt. Alle genannten Interventionen wirkten wie Scheinoptionen. Die Prognose belief sich im Worst-Case auf wenige Monate, im Best-Case vielleicht ein, zwei Jahre. Der Schock saß tief.</span></p><p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;"><br></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">Meine Familie kam zu mir und spendete mir wieder einmal Trost. Ich war froh, an diesem Tag nicht alleine gewesen zu sein. In den Tagen danach wurde viel über Palliativmedizin gesprochen, da sich mein Zustand nach wie vor verschlechterte. Ich aß kaum etwas und spürte nur noch wenig Lebensenergie in mir. &nbsp;Ich stellte mich auf das Schlimmste ein und fühlte mich dem Tod so nah wie noch nie zuvor. Es wirkte alles so unwirklich. Ich begann, die Diagnose in ihrer Gänze, erst Tage danach wirklich zu verarbeiten.</span></p><p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;"><br></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">In diesem Zeitraum verlor ich etwas mehr als 11 kg an Gewicht. Ich stellte das Essen ein, da ich das Gefühl hatte, dass die Blutungen im Zusammenhang mit der festen Nahrung standen. Ich hatte ein großes Kaloriendefizit, wodurch kurze Zeit später das Thema einer <i>künstlichen Ernährung </i>über die Vene aufkam. Ich verweigerte dies, da mir zunächst die negativen Aspekte (z. B. deutlich eingeschränktere Mobilität) gegenüber den Vorteilen überwiegten. Als ich merkte, dass meine Kräfte noch weiter nachließen, akzeptierte ich meine Situation und stimmte der künstlichen Ernährung zu. Wenige Minuten bevor ich diese abends angeschlossen werden sollte, fragte mich ein Arzt, ob ich die künstliche Ernährung wirklich haben wolle. Er wirkte skeptisch. Ich verneinte, äußerte aber, dass diese notwendig sei und mir keine Wahl bliebe. Dank ihm erfuhr ich, dass ich anstatt einer künstlichen Ernährung auch meinen Mangel an Energie mit hochkalorischer Trinknahrung auffangen könnte. Freudig stimmte ich zu und probierte die hochkalorische Trinknahrung aus. Sie war für mich ein echter Gamechanger. Ich trank und kam wieder mehr zu Kräften. Mein Magen wurde in dieser Zeit geschont, und es traten erstmalig über längere Zeit keine Blutungen mehr bei mir auf. In den kommenden Tagen und Wochen arbeitete ich gemeinsam mit meiner Familie und meinen Freund:innen daran den Schock zu verarbeiten, was mir dank der Unterstützung besser gelang. Ich spürte, dass alle bei mir waren und jede und jeder alles dafür gegeben hat, für mich da zu sein. </span></p><p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;"><br></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">Nach der Diagnose blieb ich noch zwei Wochen im Krankenhaus. Ich brauchte Ablenkung und bekam fast den ganzen Tag über Besuch. Der Besuch half mir sehr bei der Verarbeitung der ganzen Ereignisse. Der Austausch, das Reden und das Sich-Mitteilen-Können nahmen mir viele Ängste. Durch die hochkalorische Trinknahrung kam ich weiter zu Kräften. Ich spürte von Tag zu Tag, dass ich mehr Energie hatte und merkte, dass mit zunehmender Energie mein Ich wieder stärker wurde. Ich wusste zwar, dass ich schwer krank sei, verspürte aber dennoch den Drang wieder aktiver werden zu wollen, was im Krankenhaus nicht bzw. nur begrenzt möglich war. Alle Beteiligten wussten, dass der Aufenthalt kein dauerhafter sein konnte bzw. werden durfte – auch und insbesondere aufgrund meiner Psyche. Ich wollte einfach nur zurück nach Hause. Nach der Verarbeitungsphase und weiteren diagnostischen Untersuchungen, lagen nun insgesamt fünf Wochen Krankenhausaufenthalt hinter mir. Da in den zwei Wochen nach der Diagnose keine weiteren inneren Blutungen mehr auftraten, erarbeiteten die Ärzt:innen und meine Familie und ich ein Übergangskonzept, mit dem ich in mein Wohnumfeld zurückgehen konnte. </span></p><p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;"><br></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">Nach einer gefühlten Ewigkeit rückte die geplante und als „vorläufig“ titulierte Entlassung immer näher. Der Tag der Entlassung fühlte sich wie ein Segen an. Die letzten Sonnenstrahlen der Wintersonne schienen. Ich fühlte in diesem Moment nur Sorglosigkeit und Freiheit und genoss jede einzelne Minute, als ich auf dem Weg im Auto Richtung Heimat aus dem Fenster schaute und das Treiben der Stadt beobachtete. Es fühlte sich wundervoll an, und ich hoffte, dass mein nächster Besuch im Krankenhaus erst wieder der zur Nachsorge sein würde. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">&nbsp;</span></p>
<p style="text-align: justify;"><b><u><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">Hoffnungsvoller Blick in die Zukunft</span></u></b></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">Seit dem 30. Oktober 2025 bin ich entlassen. Aktuell nehme ich täglich einige Medikamente, messe meine Vitalwerte, bin wöchentlich beim Hausarzt und monatlich zur Untersuchung im UKSH angebunden. </span></p><p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;"><br></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">Für die ersten fünf Wochen bin ich mit meiner Frau zusammen bei meinem Vater ins Elternhaus gezogen, da meine gesamte Familie im gleichen Dorf lebt. So hatte ich schnell und nah Unterstützung, wenn ich sie benötigte und habe die Natur (das Wasser und den Wald) direkt vor der Haustür. Aktuell geht es mir deutlich besser. Ich habe nun seit dem 15. Oktober 2025 keine inneren Blutungen mehr gehabt und genieße meine Zeit mit Menschen, die mir wichtig sind und Aktivitäten, die mir guttun. </span></p><p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;"><br></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">Am 1. Dezember hatte ich meinen ersten Nachsorgetermin im UKSH. Dieser gab mir unglaublich viel Hoffnung und Lebensmut. Man sagte mir, dass ich mich wieder an festeres Essen (z. B. Kartoffeln, Kürbis etc.) heranwagen solle und mich an schonenden Sport herantasten könne, um meine Muskulatur wieder zu stärken. Zudem kam das Thema einer <i>Multiviszeraltransplantation</i> auf. Diese Art der Intervention ist ein äußerst seltener und hochkomplexer Eingriff, bei dem mehrere Organe des Körpers gleichzeitig transplantiert werden (z. B. Darm, Leber, Pankreas und die dazugehörigen Gefäße) – so wie es bei mir der Fall wäre. Der Weg zur Transplantation kann jedoch unter Umständen sehr lang und beschwerlich sein, und selbst wenn der Eingriff gelingt, besteht ein lebenslanges Risiko, dass der Körper die transplantierten Organe abstößt. Doch auch wenn dies ein langer, beschwerlicher Weg werden könnte, gibt mir diese Option Hoffnung und eine Zukunftsperspektive, die Lebensfreude in mir weckt und sich seitdem enorm positiv auf mein psychisches Wohlbefinden auswirkt. &nbsp;</span></p><p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;"><br></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">Seit dem 3. Dezember esse ich wieder etwas festere Nahrung. Zuerst mit großer Angst vor dem Essen. Angst vor erneuten Blutungen, die damit verbunden sein könnten. Gerade nach den Erfahrungen, die ich im Krankenhaus gemacht habe. Nachdem sich keine meiner Ängste und Sorgen bewahrheitet hatten, konnte ich wieder mit Genuss essen – und dieser Genuss brachte ein Stück Lebensqualität zurück. Von Tag zu Tag wage ich mehr und ersetze die Trinknahrung nach und nach durch bekömmliche, feste und gesunde Lebensmittel, die mir neue Kraft schenken<a title="" href="https://d.docs.live.net/BAE8F8136D8AE7E2/Dokumente/Meine%20Geschichte.docx#_ftn2"><!-- [if !supportFootnotes]--><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%; font-family: 'Calibri',sans-serif; mso-ascii-theme-font: minor-latin; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-fareast-theme-font: minor-latin; mso-hansi-theme-font: minor-latin; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'; mso-bidi-theme-font: minor-bidi; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: EN-US; mso-bidi-language: AR-SA;">[2]</span><!--[endif]--></a>. </span></p><p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;"><br></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">Am 6. Dezember 2025 kehrten wir wieder in unsere Wohnung zurück, bereit für den nächsten Schritt in Richtung „Normalität“ – auch wenn sich global an der Diagnose kaum etwas geändert hatte. Dennoch blicke ich voller Hoffnung in die Zukunft, mit dem Gedanken, dass die Multiviszeraltransplantation vielleicht doch ein kleines Wunder sein könnte, das mir noch viele bedeutsame Erfahrungen und schöne Momente schenkt.</span></p><p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;"><br></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">Für die kommende Zeit werde ich all das tun, was mir guttut. Dieser Blog soll mir helfen, meine eigene Geschichte besser zu verstehen. In den nächsten Wochen und Monaten möchte ich euch durch weitere Beiträge an meinen Gedanken und meinem Alltag teilhaben lassen.</span></p><p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;"><br></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;">Habt ihr Kommentare, Anregungen oder eigene Gedanken dazu? Dann teilt sie gerne mit mir – entweder in den Kommentaren oder über Instagram (den Link findet ihr unten auf der Startseite).</span></p><p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;"><br></span></p><p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12.0pt; line-height: 107%;"><br></span></p>
<p></p>
<div>
<p><!-- [if !supportFootnotes]--></p>
<hr align="left" size="1" width="33%">
<p><!--[endif]--></p>
<div>
<p><a title="" href="https://d.docs.live.net/BAE8F8136D8AE7E2/Dokumente/Meine%20Geschichte.docx#_ftnref1"><!-- [if !supportFootnotes]--><span style="font-size: 10.0pt; line-height: 107%; font-family: 'Calibri',sans-serif; mso-ascii-theme-font: minor-latin; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-fareast-theme-font: minor-latin; mso-hansi-theme-font: minor-latin; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'; mso-bidi-theme-font: minor-bidi; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: EN-US; mso-bidi-language: AR-SA;">[1]</span><!--[endif]--></a> Auf die Verkürzung und die damit einhergehenden mittel- und langfristigen Folgen werde ich an anderer Stelle noch einmal ausführlicher darstellen.</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="https://d.docs.live.net/BAE8F8136D8AE7E2/Dokumente/Meine%20Geschichte.docx#_ftnref2"><!-- [if !supportFootnotes]--><span style="font-size: 10.0pt; line-height: 107%; font-family: 'Calibri',sans-serif; mso-ascii-theme-font: minor-latin; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-fareast-theme-font: minor-latin; mso-hansi-theme-font: minor-latin; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'; mso-bidi-theme-font: minor-bidi; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: EN-US; mso-bidi-language: AR-SA;">[2]</span><!--[endif]--></a> <span style="font-size: 12.0pt;">Zum Thema Ernährungsumstellung wird bald ein eigener Beitrag kommen</span></p>
</div>
</div>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>								</div>
				</div>
					</div>
				</div>
				</div>
		<p>Mehr lesen unter <a href="https://bauchvollgeschichten.de/meine-erkrankungsgeschichte/">BauchvollGeschichten</a></p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://bauchvollgeschichten.de/meine-erkrankungsgeschichte/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
